Reverse-Engineering

Im Fahrzeugbau

Die Rückführung von Karosserie & Motorenbauteilen. Ob neu in der Entwicklung, geliebter Oldtimer oder Individualisierung.

Im Maschinenbau

Für alle Maschinenteile. Ob Neuentwicklung, deren Entwicklungsstand digitalisiert erden muss, oder Gebrauchtmaschinen, für die es keine Ersatzteile mehr gibt.

Im Werkzeugbau

Es ist möglich alle lokale Abweichungen in Werkzeugen zu identifizieren und so erheblich Zeit bei der Bemusterung von Werkzeugen zu sparen.

Im Produktdesign

Das perfekte Design und die ideale Ergonomie ins CAD übertragen, hierfür ist die Flächenrückführung ideal.

Das Vorgehen beim Reverse-Engineering

Beim Reverse Engineering wird mittels optischem Scannen ein bestehender Gegenstand digitalisiert. Durch das Scannen wird eine Punktewolke erstellt, welche die Kontur des Gegenstands hochgenau nachbildet. So hat zum Beispiel das System mit dem wir arbeiten eine Genauigkeit von bis zu 16 Mikrometer. Damit ist es sogar möglich Bemusterungen von Produkten in kürzester Zeit durchzuführen.

Die Punktewolke wird im Anschluss in ein hoch performantes CAD-System eingelesen, welches für das Reverse-Engineering geeignet ist. Dort entsteht aus den einzelnen Punkten ein 3D Model, mit dem man anschließend Arbeiten kann. Einsatzgebiete sind dabei sowohl in der Entwicklung, Produktion, Instandhaltung und im privaten Sektor.

Einsatz im Designumfeld

Nichts geht über ein haptisches Model, um die Perfektion eines Produktdesigns erlebbar zu machen. Im Anschluss des Designs kann ein von Hand gefertigtes Modell digitalisiert werden, um im Anschluss die Daten digital für den weiteren Produktentstehungszyklus zu haben und die Perfektion in Serie zu bringen.

Produktdesign-optisches Scannen
Mobile Messtechnik

Stärken des Reverse-Engineering in der Produktion

In der Produktion können Werkzeuge direkt auf Abweichungen kontrolliert und optimiert werden. Es reduziert sich je nach Verfahren die Anlaufzeiten für Produkte um bis zu 50%. Somit entfallen wesentliche Rüst- und Transportkosten. So ist im Druckguss, Sandguss, Kokillenguss und Spritzguss die Kompensation von schwindungsbedingten Abweichungen durch die vollflächige Flächenanalyse effizient, da so lokal die Korrektur von Einsätzen und Kernen vorgenommen werden kann. Gleiches gilt für Tiefzieh- und Folgeverbundwerkzeuge. Die Abweichung von Bauteil- und Werkzeugkontur lassen sich lokal kompensieren.

Einsatz im Maschinenbau für Instandhaltung und Retrofitting

In der Instandhaltung/Retrofitting hat das Reverse-Engineering den Vorteil, dass Maschinen, für die es keine Ersatzteile mehr gibt wieder zurückgeführt werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob es das letzte Ersatzteil auf Lager oder bereits defekt ist. Denn bei defekten Bauteilen können die wesentlichen Bruchstücke gescannt und wieder im 3D zusammengeführt werden.

Reverse Engineering Maschinenbau
Reverse Engineering Oldtimer

Oldtimer, Individualisierung und andere Schätze

Auch im privaten Sektor lässt sich das Reverse Engineering einsetzen. Ob ein Ersatzteil für den geliebten Oldtimer oder eine einzigartige Individualisierung am Sportwagen, bei beidem sind die Möglichkeit riesig. Auch ist es denkbar ein Ersatzteil für andere teure Raritäten zu scannen und im 3D-Druck erneut zu fertigen.